Neuigkeiten
Die Vorbereitungen haben begonnen
Unter dem Motto "Kinderskispringen für Erwachsene" absolvieren die österreichischen Skispringer in dieser Woche ihren ersten Vorbereitungskurs auf den kommenden Olympiawinter
Wörgel, Österreich .
Sieben Topathleten versammelten sich in Going, an zwei Tagen wurde auf der neuen Übungsanlage in Wörgl trainiert.
Ein völlig unerwartetes Bild bot sich den Beobachtern der Sprungeinheiten am Donnerstag. Statt die normalen, etwa 2,60 m langen Sprunglatten zu verwenden, griffen Thomas Morgenstern und seine Kollegen zu Kinderskiern mit 1,80 m Länge. Gesprungen wurde dabei auf einem 40-m-Bakken auf dem Wörgler Hennersberg.
"Das macht unheimlich Spaß und ist sicher Gold wert, auch wenn es sehr schwer ist", gestand der Kärntner Ex-Weltcup-Sieger Morgenstern. "Besonders ungewohnt ist, dass plötzlich beim Aufsprung hinten fast ein Meter der Skier fehlt."
Und so musste Morgenstern bei den ersten Sprüngen auch des Öfteren ins "Gras" greifen. "Macht nichts, so lernt man wenigstens, richtig zu stürzen", nahm er es gelassen.
Pointner erklärte den Sinn der Übung: "Es geht darum, den Absprung zu simulieren, das Ausbalancieren in der Luft zu erlernen. Denn mit den kurzen Skier ist das alles viel schwieriger, die Luft trägt weniger, der Springer muss aktiver arbeiten."
Pointner, sieht seine Schützlinge vor dem kommenden Olympiawinter auf einem sehr hohen Level. Da sei es immer schwieriger, die Qualität zu steigern.
"Wenn wir gleich auf eine normale Schanze gehen und bei einem Springer etwas nicht klappt, verkrampft er", erläuterte Pointner. "Das Springen mit den kurzen Skiern macht ihnen aber unheimlich Spaß. Es ist wie 'Back to the roots', so haben alle, auch die ganz großen Stars, einmal als Kinder angefangen. Mit diesen Skiern, mit viel Spaß und Enthusiasmus und ohne Druck."
Neben Morgenstern sind beim ersten Kurs, der am Freitag endet, auch Andreas Kofler, Martin Koch, Markus Eggenhofer, Stefan Thurnbichler und Manuel Fettner dabei.
Bei den Sprungeinheiten fehlte Wolfgang Loitzl, Weltmeister auf der Normalschanze und Sieger der Vierschanzentournee. "Ich habe seit dem Winter ein Ödem im Knie, das nicht weggeht", schilderte der Steirer, "deshalb schone ich mich." Loitzl reiste auch frühzeitig ab, da er am Donnerstagabend in Graz als steirischer Sportler des Jahres geehrt wurde.
Weltcup-Sieger Gregor Schlierenzauer fehlte überhaupt, da er sich auf die Abschlussprüfungen in der Handelsschule Stams vorbereitet. Der Heilungsprozess bei dem Stubaitaler, der Mitte März im linken Knie operiert worden war (Innenbandriss), verlaufe hervorragend, berichtete Pointner.
www.sportsplanet.at






